Ist die schon einmal aufgefallen, dass die alten Meister nur wenig Blau benutzt haben? Und wenn, dann nur für besondere Personen.
Lapislazuli aus dem Edelstein war und ist teurer als Gold, da es so selten in der Natur vorkommt.
Das änderte sich 1826-1828 mit der Entdeckung der synthetischen Herstellung von Ultramarins.
Hier entdeckst du eine besonders intensive, dunkle Variante.
Synthetisches Ultramarin ist ein künstlich hergestelltes Pigment, das seine Wurzeln in der jahrhundertealten Geschichte des natürlichen Ultramarins hat. Ursprünglich wurde Ultramarin aus dem Edelstein Lapislazuli gewonnen, was es zu einem der teuersten und begehrtesten Pigmente der Antike und des Mittelalters machte. Die intensive, tiefblaue Farbe wurde in der Kunst, vor allem in religiösen Gemälden, als Symbol für Heiligkeit und den Himmel verwendet.
Die Herstellung des synthetischen Ultramarins begann 1826, als der französische Chemiker Jean-Baptiste Guimet erstmals ein Verfahren entwickelte, das es ermöglichte, dieses seltene Pigment aus günstigen Materialien wie Kaolin, Soda und Schwefel künstlich zu synthetisieren. Das Ergebnis war das erste synthetische Ultramarin, das in Farbe und Lichtechtheit dem natürlichen Pendant sehr nahekam, jedoch zu einem Bruchteil des Preises.
Synthetisches Ultramarin revolutionierte die Kunstwelt, da es Künstlern nun ein erschwingliches, dauerhaftes und lebendiges Blau zur Verfügung stellte. Heute ist es eines der am weitesten verbreiteten und geschätzten Pigmente in der Aquarell- und Ölmalerei, bekannt für seine klare, intensive Farbe und seine hervorragende Lichtechtheit.